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Dubai 2026: Sehenswürdigkeiten & Kosten

Von Burj Khalifa bis Wüstensafari: 25 Sehenswürdigkeiten, aktuelle Reisekosten und Geheimtipps für Ihren Dubai-Urlaub 2026.

Redaktion TravelFeelings

Dubai Marina Skyline bei Sonnenuntergang – moderne Wolkenkratzer spiegeln sich im WasserKI-generiert
KI-generiert (Google Gemini)

Dubai ist eine Stadt, die konsequent auf Superlative setzt: höchstes Gebäude der Welt, eine der größten Malls, künstliche Inseln im Meer. Wer das erwartet, findet es in dieser Form tatsächlich vor. Gleichzeitig gibt es ein altes Handelszentrum, Souks aus dem 19. Jahrhundert und eine zu 85 Prozent aus Expats bestehende Gesellschaft. Dieser Guide fasst zusammen, was sich lohnt, wann Sie reisen, welche Einreiseregeln 2026 neu hinzugekommen sind — und worauf Sie rechtlich achten müssen.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Überblick

Das Burj Khalifa ist mit 828 Metern das derzeit höchste Gebäude der Welt. Die Aussichtsplattformen befinden sich im 124. und 125. Stock (At the Top) und im 148. Stock (At the Top SKY). Ein Ticket für die untere Ebene kostet etwa 37 Euro (ca. 160 AED), für beide Ebenen 44 Euro (ca. 190 AED). Die beste Zeit für einen Besuch ist früh morgens (6–7 Uhr), wenn die Sicht am klarsten ist und die Touristenmassen noch überschaubar bleiben. An Wochenenden und Feiertagen verdoppeln sich sowohl die Preise als auch die Wartezeiten. Praktisch: Das Ticket ist 48 Stunden gültig; Sie können die Aussicht somit zweimal hintereinander nutzen.

Die Dubai Mall grenzt unmittelbar an das Burj Khalifa an und ist mit 1,2 Millionen Quadratmetern eine der größten Shopping-Malls der Welt. Hier finden Sie Luxusboutiquen, Fast-Fashion-Ketten, Restaurants und ein Aquarium mit über 33.000 Meerestieren. Die eigentliche Attraktion direkt neben der Mall ist der Dubai Fountain – eine 150 Meter hohe Fontäne, die alle 30 Minuten tagsüber und alle 15 Minuten abends choreografierte Wasserspiele aufführt. Der Zutritt ist kostenlos.

Das Dubai Frame ist ein modernes Kunstwerk und zugleich Aussichtsplattform: Ein 150 Meter hohes Bilderrahmen-Monument, das den Blick auf das alte Dubai (westlich) und das neue Dubai (östlich) rahmt. Ein Ticket kostet etwa 27 Euro (ca. 115 AED). Besucherdurchsatz ist deutlich geringer als beim Burj Khalifa.

Das Burj Al Arab ist ein bekanntes Segelhotel, das 1999 eröffnet wurde. Ein Hotelzimmer kostet ab etwa 600 Euro pro Nacht – es ist damit kein realistisches Reiseziel für die meisten Besucher. Die Außenansicht vom Strand aus ist jedoch kostenlos. Wer es sich leisten möchte, kann dort essen gehen: Ein Cocktail im Restaurant kostet 30–40 Euro (ca. 130–170 AED), ein Hauptgang ab 50 Euro (ca. 215 AED).

Das Museum of the Future eröffnete 2022 und fällt schon durch seine Architektur auf. Das ovale Gebäude mit der großen zentralen Öffnung zeigt Installationen zu zukünftigen Technologien, Nachhaltigkeit und Stadtentwicklung. Ein Ticket kostet etwa 35 Euro (ca. 150 AED). Der Inhalt ist anspruchsvoll, aber auch touristisch gemacht; wer sich für Zukunftsperspektiven und Design interessiert, findet es sinnvoll.

Das Ain Dubai ist das größte Riesenrad der Welt (210 Meter) mit 48 Gondeln, jede für 10–15 Personen. Eine Fahrt dauert etwa 38 Minuten und kostet etwa 20 Euro (ca. 85 AED) für die Tagfahrt, 30 Euro (ca. 130 AED) für die Abendfahrt. Die Ausblicke ähneln dem Burj Khalifa, aber aus einer anderen Perspektive.

Eine Desert Safari ist eine klassische Dubai-Aktivität. Sie fahren mit dem Geländewagen in die Wüste südlich der Stadt, beobachten den Sonnenuntergang, nehmen an optionalen Aktivitäten wie Dünenbretteln teil und essen anschließend am Beduinen-Lagerfeuer. Die Preise reichen von etwa 35 Euro (ca. 150 AED) für eine einfache Fahrt bis 93 Euro (ca. 400 AED) für Premium-Pakete mit privatem Guide und zusätzlichen Aktivitäten. Praktisch: Viele Hotels bieten kostenlose Abholung an.

Palm Jumeirah ist eine künstliche Insel in Palmenform mit Luxusvillen und Hotels. Als klassisches Touristenziel taugt sie nur bedingt: Sie können die Insel mit Taxi oder Monorail bereisen und den Beach Club im Atlantis The Palm besuchen (etwa 50 Euro, ca. 215 AED für Tagespass). Primär bleibt sie Wohngebiet für vermögende Privatpersonen.

Die Souks im Deira-Stadtteil sind der beste Ort, um authentisches Dubai zu erleben. Das Gold Souk bietet hunderte Goldläden mit täglichen Preisschwankungen, orientiert am internationalen Goldpreis. Ein Gramm reines Gold kostet etwa 60–70 Euro (ca. 260–300 AED), abhängig von Verarbeitung und aktuellem Spotpreis. Das Spice Souk daneben verströmt Aromen von Kardamom, Kreuzkümmel, Safran und getrockneten Rosen. Beide Souks sind kostenlos zu besuchen; Preisverhandlung ist üblich. Praktisch: Früh morgens (7–9 Uhr) ist es am ruhigsten.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Dubai

Dubai Creek ist der historische Meeresarm, der den nördlichen Deira-Bezirk vom südlichen Bur Dubai trennt. Eine traditionelle Abra-Überfahrt (Holzboot) dauert etwa 10 Minuten und kostet etwa 1 Euro (ca. 4 AED); es ist ein Lokalverkehrsmittel mit touristischem Nebeneffekt. Wer den Fluss vom Wasser aus sehen möchte, kombiniert mehrere Überfahrten oder bucht eine geführte Creek-Tour (ab 15 Euro, ca. 65 AED).

Das Al Fahidi Historical Neighbourhood, auch unter dem Namen Bastakiya bekannt, ist das älteste Wohnviertel Dubais mit einer Ansammlung restaurierter Windturm-Häuser aus dem 19. Jahrhundert. Heute sind es Kunstgalerien, kleine Museen und Boutique-Cafés. Der Eintritt ist kostenlos; wer einzelne Häuser besuchen möchte, zahlt zwischen 5 und 15 Euro (ca. 20–65 AED) pro Kunstgalerie.

Die Dubai Opera ist ein modernes Kulturgebäude, das 2016 eröffnete und an ein traditionelles Segelschiff erinnert. Das Haus zeigt Opern, Ballette, Konzerte und Theateraufführungen. Eintrittskarten kosten je nach Produktion zwischen 50 und 250 Euro (ca. 215–1.070 AED).

Die Jumeirah Mosque ist eine der wenigen Moscheen in den VAE, die regelmäßige Führungen für nicht-muslimische Besucher anbietet. Das Gebäude aus weißem Marmor stammt aus den 1970ern und zeigt traditionelle islamische Architektur. Führungen dauern etwa 90 Minuten und kosten etwa 10 Euro (ca. 45 AED). Vorbuchung ist nötig.

Das Dubai Aquarium & Underwater Zoo befindet sich innerhalb der Dubai Mall und ist eine separate Attraktion vom Burj-Khalifa-Komplex. Ein Einzelticket kostet etwa 35 Euro (ca. 150 AED); Kombi-Tickets mit dem Burj Khalifa sind günstiger.

Die Dubai Marina Walk ist eine kostenlose Uferpromenade mit Restaurants, Bars und Outdoor-Fitnessgeräten. Sie ist ein beliebter Ort für Abendwanderungen und Sunset-Fotografie. Die Skyline der Hochhäuser spiegelt sich im Wasser; kulinarisch ist die Auswahl vielfältig und preisgünstiger als an touristischen Hot-Spots.

Kite Beach und La Mer sind öffentliche Strände im Jumeirah-Bezirk mit kostenlosem Eintritt. Kite Beach ist beliebt für Kiteboarding und Strandvolleyball; La Mer ist eine neuere Strand- und Freizeitanlage mit Shops und Restaurants. Beide bieten eine Alternative zu den überlaufenen Hotelstränden.

Das Green Planet Dubai ist ein Indoor-Biodome, das tropische Ökosysteme nachbildet. Die Anlage ist klimatisiert und sinnvoll für Tage extremer Sommerhitze. Ein Ticket kostet etwa 21 Euro (ca. 90 AED).

Der Dubai Miracle Garden zeigt auf 14 Hektar über 150 Millionen Blumen in geometrischen und künstlerischen Mustern. Er ist saisonal geöffnet von Oktober bis Mai und kostet etwa 13 Euro (ca. 55 AED). Ein halber Tag reicht für die Besichtigung; die beste Zeit ist früh morgens vor der Mittagshitze.

Das Global Village ist ein Freizeitpark im Saisonbetrieb (Oktober bis April) mit über 90 Länder-Pavillons, Restaurants und Shows. Der Eintritt kostet etwa 6 Euro (ca. 25 AED); zusätzliche Fahrten und Shows sind gegen Extragebühren möglich.

Das IMG Worlds of Adventure ist das größte vollständig klimatisierte Themenpark-Gebäude der Welt mit über 20 Fahrgeschäften. Ein Tagesticket kostet etwa 37 Euro (ca. 160 AED) und lohnt sich nur, wenn man mehrere Stunden Zeit hat.

Das Expo City Dubai ist die Nachnutzung des Expo-2020-Geländes im Süden der Stadt mit Museen, Ausstellungsflächen, Parks und Restaurants. Einzelne Pavillons kosten zwischen 15 und 25 Euro (ca. 65–110 AED).

Das Ras Al Khor Wildlife Sanctuary ist ein Flamingo- und Vogel-Schutzgebiet direkt im Stadtgebiet, eingekeilt zwischen Autobahnen und Hochhäusern. Der Eintritt ist kostenlos; Beobachtungshütten mit Ferngläsern sind vorhanden. Die beste Besuchszeit ist früh morgens zwischen 7 und 9 Uhr.

Der Dubai Hills Park ist ein großflächiger öffentlicher Stadtpark im neueren Stadtteil Dubai Hills mit grünen Flächen, Spielplätzen und Jogging-Strecken. Der Eintritt ist kostenlos.

In welchem Stadtviertel liegen die meisten Sehenswürdigkeiten?

Wer effizient planen will, orientiert sich an räumlichen Clustern statt einzelner Fahrtrouten.

Downtown Dubai

Burj Khalifa, Dubai Mall, Dubai Fountain, Dubai Opera, Museum of the Future — alles auf kleinstem Raum. Ein Fußmarsch von 30 Minuten verbindet die meisten; die Metro-Anbindung ist exzellent (Station Burj Khalifa).

Old Dubai / Deira / Bur Dubai

Gold Souk, Spice Souk, Dubai Creek, Al Fahidi Historical Neighbourhood, Dubai Museum. Die Atmosphäre ist chaotischer, weniger touristisch poliert als Downtown. Metro-Haltestellen: Al Fahidi und Union.

Jumeirah

Burj Al Arab, Jumeirah Mosque, Kite Beach, La Mer. Kein Metro-Anschluss; Anfahrt per Taxi oder Careem.

Dubai Marina und JBR

Ain Dubai Riesenrad, Dubai Marina Walk, JBR-Strandabschnitt. Metro-Haltestelle DAMAC Properties.

Ausgelagerte Bereiche (20–40 Minuten Fahrt)

Palm Jumeirah, Global Village, Dubai Miracle Garden, Expo City, IMG Worlds of Adventure, Ras Al Khor. Diese Ziele erfordern gezielte Anfahrten und lassen sich nicht nebenbei einplanen.

Tagesausflüge und Geheimtipps

Abu Dhabi liegt etwa 140 Kilometer südlich und ist mit Bus oder Auto in 1 bis 1,5 Stunden erreichbar (zu Stoßzeiten bis zu 2 Stunden). Hauptattraktionen sind die Scheich-Zayid-Moschee (eine der größten Moscheen der Welt, kostenloser Eintritt für Besucher, aber formale Kleiderregeln: Kopftuch für Frauen, lange Hosen und bedeckte Schultern) und Ferrari World (Themenpark für Ferrari-Fans, Tickets ab 80 Euro, ca. 340 AED). Das Louvre Abu Dhabi ist ein modernes Museum mit Weltkunst (Eintritt ca. 25 Euro, ca. 110 AED).

Der Hatta Dam liegt im grünen südöstlichen Bergland, etwa eine Stunde Fahrt von Dubai entfernt. Der Damm umgibt einen Bergsee und eine kleine Beduinen-Siedlung. Es ist eine Erholungszone mit Wanderungen, Fischteichen und weniger Touristen als das zentrale Dubai. Der Eintritt kostet etwa 5 Euro (ca. 20 AED).

Wüsten-Camping ist für Abenteuerlustige eine Option: Private Anbieter ermöglichen mehrtägige Wüstentouren mit Übernachtung im Beduinen-Zelt, Mahlzeiten und geführten Aktivitäten. Die Preise beginnen bei etwa 150 Euro (ca. 650 AED) für zwei Nächte. Wer das Wüsten- und Bergpanorama der Region intensiver erleben möchte, findet im benachbarten Oman noch weniger touristisch erschlossene Landschaften.

Deira ist das alte Handelszentrum Dubais mit chaotischem Verkehr, engen Gassen, günstigen Hotels und authentischen Lokalen. Es ist nicht „sehenswürdig” im touristischen Sinne, aber es zeigt den Alltag einer arabischen Hafenstadt — ohne das touristische Polieren des New Dubai. Das Creek – ein tiefer Meeresarm — trennt Deira (nördlich) vom südlichen Bur Dubai. Eine traditionelle Abra-Überfahrt (Holzboot) kostet etwa 1 Euro (ca. 4 AED) und dient dem Alltagsverkehr, nicht dem Tourismus.

Die Alserkal Avenue liegt im Al-Quoz-Industriebezirk, etwa 20 Minuten Fahrt vom Zentrum entfernt. Alte Lagerhallen wurden in Kunstgalerien, Design-Studios und Boutique-Cafés umgebaut. Es ist das einzige nennenswerte Kunstgebiet Dubais; der Zutritt ist kostenlos. Galerien öffnen dienstags bis samstags, sonntags meist geschlossen. Anfahrt per Taxi oder Careem.

Beste Reisezeit

Die Hochsaison in Dubai läuft von November bis März. Die Temperaturen liegen dann zwischen 16 und 26 Grad Celsius — angenehm für Außenaktivitäten und Wanderungen. Wer in dieser Zeit reist, sollte Unterkunft und Flüge mindestens zwei Monate im Voraus buchen. Die Preise sind sichtbar höher als in der Offseason; ein mittleres Hotel kostet in der Hochsaison etwa 120 Euro (ca. 510 AED) pro Nacht, in der Offseason die Hälfte. Saisonale Preisdynamiken dieser Art sind 2026 ein durchgängiges Muster bei Fernzielen — wie auch die Reisetrends 2026 zeigen.

Von April bis Oktober ist Sommersaison. Die Temperaturen steigen von April bis August auf 40–50 Grad Celsius. Tagsüber ist Outdoor-Aktivität praktisch nicht möglich; die Luft ist trocken, aber die Hitze ist extrem. Dafür gibt es weniger Touristen, günstigere Flugpreise und sinkende Hotelraten. Wer mit Hitze leben kann und mit Innenaktivitäten (Museen, klimatisierte Malls, Wassersportanlagen) zufrieden ist, kann sparen.

Ramadan (2026: 17. Februar bis 18. März) verändert die Atmosphäre der Stadt spürbar. Tagsüber fasten Muslime; viele Restaurants schließen vor Sonnenuntergang, und manche Geschäfte öffnen erst am Nachmittag. Nach Sonnenuntergang kehrt das Leben zurück: Straßenmärkte, gemeinsame Mahlzeiten und Kulturveranstaltungen prägen die Abende. Hotelrestaurants bleiben auch tagsüber geöffnet und versorgen Touristen normal. Wer Ramadan als kulturelle Erfahrung schätzt — Abendatmosphäre, lokale Feste, ruhigere Tage — trifft eine gute Wahl für diese Zeit. Wer eine entspannte touristische Routine ohne Einschränkungen will, reist besser außerhalb des Ramadan.

Kulturelle Besonderheiten

Dubai war bis Anfang des 20. Jahrhunderts ein kleiner Perlentaucher-Hafen mit vielleicht 20.000 Einwohnern. Die Perlentaucher-Tradition reicht Jahrhunderte zurück und ist das kulturelle Fundament der Stadt. Seit der Ölentdeckung 1966 und dann dem Wirtschaftsumschwung seit den 1990ern hat sich Dubai zur globalen Handels- und Tourismusmetropole umgewandelt. Das Öl macht heute weniger als 5 Prozent des städtischen Bruttoinlandsprodukts aus; Handel, Immobilien und Tourismus sind die Haupttreiber.

Etwa 85 Prozent der Bevölkerung Dubais sind Expats aus Südasien (Indien, Pakistan, Bangladesch), dem Nahen Osten und Osteuropa. Echte Emirater sind eine kleine Minderheit und meist in Verwaltungspositionen tätig. Arabisch ist die Amtssprache, Englisch die Verkehrssprache — mit Englisch kommt man überall zurecht. Westliche Kleidung ist in touristischen Zonen und in der Arbeitswelt akzeptiert. Gleichzeitig ist es ein islamisches Land mit Scharia-Elementen — was bedeutet, dass öffentliche Trunkenheit, Drogenbesitz und bestimmte Formen unangemessener Kleidung strafbar sind.

Arabische Etikette ist für Besucher zu respektieren: Traditionelle Grüße (Handschlag, die rechte Hand verwenden), kein öffentliches Zeigen von Zuneigung zwischen unverheirateten Paaren, Höflichkeit in Verhandlungen (besonders auf Souks). Frauen sollten sich bewusst sein, dass Westler gewisse Freiheiten haben, aber in Moscheen oder religiös sensiblen Orten sollte konservative Kleidung (lange Hosen/Rock, schulterbedeckend, Kopftuch in Moscheen) vorgesehen sein.

Ein in den VAE verbreitetes Handzeichen ist der Drei-Finger-Gruß — Daumen, Zeige- und Mittelfinger ausgestreckt. Die Geste wurde 2013 von Scheich Mohamed Bin Rashid Al Maktoum, dem Herrscher Dubais, beim UAE Government Summit eingeführt und steht für drei englische Buchstaben: „W” für Win, „V” für Victory und „L” für Love. Sie symbolisiert nationale Identität und Loyalität zu den Emiraten und ist seither auch zu einer alltäglichen Grußform geworden — weniger formell als der Handschlag, häufig in sozialen Medien und bei öffentlichen Ereignissen sichtbar. Eine überlebensgroße Skulptur der Geste steht vor dem Museum of the Future und ist ein populäres Fotomotiv. Für Besucher genügt es zu wissen, dass die Geste Patriotismus und Wohlwollen ausdrückt.

No-Gos

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben strikte Gesetze, die für Besucher oft überraschend sind:

Drogen sind streng verboten — das schließt Marihuana, Haschisch, CBD und synthetische Drogen ein. Selbst kleine Mengen für den Eigengebrauch führen zu Verhaftung und Strafverfolgung mit Freiheitsstrafen und Geldstrafen. Auch E-Zigaretten mit THC fallen darunter. Tatsächlicher Vollzug ist stringent; die Polizei führt gelegentlich Drogentests durch.

Trunkenheit in der Öffentlichkeit ist verboten. Alkohol ist legal, wird aber nur in Hotels, Restaurants mit entsprechender Lizenz und einigen Bars ausgeschenkt. Öffentliche Trunkenheit führt zu Verhaftung und Geldstrafen.

Ehebruch und außereheliche Beziehungen sind technisch illegal, werden aber bei Touristen kaum durchgesetzt. Allerdings: Zwei unverheiratete Personen sollten in Hotels kein gemeinsames Zimmer buchen, da dies zur Ausweisung führen kann. (Das ist in der Praxis touristisch relaxiert, aber rechtlich existent.)

Fotografieren von Militäranlagen, Häfen, Flughäfen oder Regierungsgebäuden ohne Genehmigung ist verboten. Ein gewöhnlicher Touristenschnappschuss ist kaum ein Problem, aber Drohnenflüge oder gezielte Fotografien sind streng reguliert.

Beleidigung der Herrscherfamilie oder der Nationalflagge ist strafbar. Im Unterschied zu vielen westlichen Ländern gibt es keine Meinungsfreiheit auf diesem Gebiet.

Overstay (Überschreitung des Visums) wird seit April 2026 mit 50 AED pro Tag Geldstrafe geahndet. Bei 14 Tagen Overstay läuft die Geldstrafe auf etwa 700 AED (ca. 164 Euro). Zusätzlich können Ausreisesperren für die Person eingetragen werden.

Transport

Dubai hat ein modernes U-Bahn-Netz (Dubai Metro), bestehend aus zwei Linien: der roten Linie (vom Süden nach Norden durch das Zentrum) und der grünen Linie (von Bur Dubai nach Norden). Die Nol-Karte ist ein wiederaufladbares Zahlungsmittel; eine Einzelfahrt kostet etwa 1–2 Euro (ca. 4–9 AED), abhängig von Strecke. Eine Tagescard kostet etwa 8 Euro (ca. 35 AED). Die Metro ist modern, klimatisiert und verlässlich. Die Häufigkeit liegt bei etwa 3–10 Minuten zwischen Zügen.

Careem (übernommen von Uber) und Uber sind beide in Dubai tätig und bieten Ride-Sharing zu transparenten Preisen. Eine durchschnittliche 10-Kilometer-Fahrt kostet etwa 8–12 Euro (ca. 35–50 AED). Nachts und zu Stoßzeiten sind Zuschläge normal.

Taxis sind gelb und können auf der Straße herangewinkt oder vorbestellt werden. Die Taximeter sind zuverlässig, und Bargeld oder Kreditkarte werden akzeptiert. Die Preise ähneln Ride-Sharing-Diensten.

Busse verbinden Dubai mit Nachbarstädten wie Abu Dhabi oder Sharjah, innerhalb Dubais sind sie für Touristen jedoch weniger praktisch. Arabische Beschilderung und unübersichtliche Fahrpläne machen sie für Nicht-Arabischsprachige schwierig.

Mietwagen sind eine Option für Tagesausflüge, aber Verkehr und Fahrweise im Nahen Osten sind aggressiv. Die Rechtsfahrt ist Standard; Sicherheit ist vergleichbar mit Europa, aber Aggressivität ist höher.

Wie viel Geld braucht man für 7 Tage Dubai?

Eine realistische Budgetierung für Dubai hängt von Übernachtungsklasse, Verpflegung und Aktivitäten ab.

KategoriePro Tag7 Tage gesamt
Budget (Hostel ab 30 Euro, Streetfood, Metro)65–90 EUR (ca. 280–385 AED)500–700 EUR
Mittelklasse (3*-Hotel, Restaurants, Taxi/Metro)180–300 EUR (ca. 770–1.280 AED)1.300–2.200 EUR
Gehoben (5*-Hotel, Fine Dining, geführte Touren)500 EUR+ (ca. 2.135 AED+)3.500–7.000 EUR+

Wo lässt sich sparen? Streetfood in Deira kostet 3–8 Euro pro Mahlzeit (Biryani, Falafel, frische Säfte). Die Metro ist verlässlicher und günstiger als Taxifahrten; eine Tagescard kostet 8 Euro statt täglich 40–60 Euro für Einzelfahrten. Viele Restaurants bieten Mittagsmenüs zu deutlich günstigeren Preisen als abends an. Kostenlose Attraktionen sind Ras Al Khor, öffentliche Strände (Kite Beach, La Mer), die Dubai Marina Walk und Creek-Überfahrten (1 Euro). Alkohol ist am Flughafen per Duty-Free günstiger als in der Stadt (Limit: 4 Liter pro Person); ein Glas Wein kostet im Restaurant 15–20 Euro, am Flughafen die gleiche Flasche für 12–18 Euro.

Übernachtung

Die Wahl des Stadtteils bestimmt das Preisniveau und die Nähe zu Sehenswürdigkeiten erheblich. Downtown Dubai direkt am Burj Khalifa ist zentral und gut an die Metro angebunden; ein Mittelklasse-Hotel kostet in der Hochsaison 120–250 Euro (ca. 510–1.070 AED) pro Nacht. Dubai Marina und das angrenzende JBR-Strandviertel bieten modernen Hochhausstandard mit Strandnähe. Günstigere Optionen finden sich in Deira und Bur Dubai, den alten Handelsbezirken nördlich des Creeks — dort liegen die Preise bei 60–100 Euro (ca. 260–430 AED), und viele günstige indische und asiatische Restaurants sind fußläufig erreichbar. Palm Jumeirah und Jumeirah Beach sind Luxus-Territorium mit Strandhotels ab 300 Euro (ca. 1.280 AED) aufwärts.

Wer unter 80 Euro (ca. 340 AED) pro Nacht plant, wird hauptsächlich in Deira oder Bur Dubai fündig. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist für europäische Verhältnisse günstig; selbst preiswerte Hotels entsprechen oft westlichem Mittelklasse-Standard.

Einreise und Bürokratie

Deutsche und andere EU-Staatsbürger erhalten bei Ankunft ein kostenloses Touristenvisum für 90 Tage. Folgende Dokumente sind erforderlich:

  • Reisepass mit mindestens 6 Monaten Gültigkeit nach Rückkehr.
  • Rückflugticket.
  • Unterkunftsbestätigung (Hotel- oder Airbnb-Reservierungsmitteilung).
  • Seit April 2026: Nachweis einer Reiseversicherung (Kopie oder digitale Version). Dies ist eine neue Anforderung und wird zwar noch nicht immer überprüft, aber es ist gesetzlich erforderlich.

Das Visum wird in den Pass gestempelt. Wer einen längeren Aufenthalt plant (über 90 Tage), muss ein Arbeits- oder Sponsorship-Visum beantragen — das ist für Touristen nicht relevant.

Overstay seit April 2026 kostet 50 AED pro Tag. Bei längerem Overstay können Ausreisesperren eingetragen werden, die es unmöglich machen, das Land zu verlassen, bis alle Gebühren bezahlt sind.

Gesundheit und Sicherheit

Die Sommerhitze (Mai–September) ist extrem: 40–50 Grad Celsius sind normal. Hitzeerschöpfung ist ein echtes Risiko. Tragen Sie leichte, helle Kleidung, bleiben Sie in klimatisierten Räumen, trinken Sie ständig Wasser (nicht Alkohol), und planen Sie Outdoor-Aktivitäten in die frühen Morgenstunden oder späten Abende ein. Wer mit Hitze und direkter Sonneneinstrahlung an Fernzielen umgehen muss, findet in der Strandurlaub-Checkliste praktische Packtipps für heiße Klimazonen.

Eine Reiseversicherung mit ärztlicher Abdeckung wird empfohlen. Die medizinische Infrastruktur ist sehr gut (auf europäischem Standard), aber Kosten sind hoch. Normale Krankenversicherungen decken Kosten im Ausland nicht ab.

Dubai ist eine der sichersten Städte der Welt. Das Hauptrisiko für Touristen ist Taschendiebstahl in überfüllten Märkten oder öffentlichen Verkehrsmitteln. Gewaltkriminalität ist seltener als in europäischen Großstädten. Polizei ist präsent und Reaktionszeiten kurz.

Die Sicherheitslage in Dubai selbst ist stabil. Allerdings gab es im ersten Halbjahr 2026 regionale Spannungen am Persischen Golf. Wer in die Region reist, sollte vor der Buchung die aktuelle Reisewarnung des Auswärtigen Amts (auswaertiges-amt.de) prüfen — die Warnmeldungen werden laufend aktualisiert und spiegeln die Lage genauer wider als jeder Guide.

Die Notrufnummer ist 999 (Polizei, Rettungsdienst, Feuer) oder 998 (Nicht-Notfall-Polizei).

Praktische Informationen

Währung und Zahlung

Die Währung der Vereinigten Arabischen Emirate ist der Dirham (AED). Stand Juni 2026: 1 EUR = 4,27 AED; 1 USD = 3,67 AED. Der Dirham ist an den US-Dollar gebunden; der Kurs schwankt kaum. Kreditkarten (Visa, Mastercard) werden in Hotels, Restaurants und Einkaufszentren überall akzeptiert. Bargeld lohnt für Souks und kleinere Taxifahrten. Geldautomaten gibt es flächendeckend; sie geben AED zu günstigen Kursen aus.

Kleidung

Die Regel ist einfach: westliche Freizeitkleidung (kurze Hosen, T-Shirt) ist in Touristenzonen und Einkaufszentren akzeptiert. In Moscheen und traditionellen Märkten gilt konservative Kleidung — lange Hosen und bedeckte Schultern. Frauen tragen in Moscheen ein Kopftuch (wird oft am Eingang bereitgestellt). Badekleidung gehört an den Strand oder in Hotelpoole, nicht durch Einkaufszentren.

Wasser und Mobilfunk

Leitungswasser ist in modernen Hotels bedenkenlos; Flaschenwasser kostet 1–2 Euro (ca. 4–9 AED) pro Liter. Kaufen Sie mehrere Flaschen bei Außenaktivitäten. WLAN ist in Hotels, Cafés und Restaurants kostenlos und schnell. Eine lokale Prepaid-SIM (Etisalat oder Du) kostet ab 20 AED (ca. 4,70 Euro); eSIM-Dienste wie Airalo funktionieren ebenfalls zuverlässig.

Alkohol und Budget

Alkohol ist nur in lizenzierten Betrieben verfügbar — Hotels, Restaurants und Bars. Ein Glas Wein kostet 15–20 Euro (ca. 65–85 AED). Öffentliches Trinken ist verboten. Dubai ist teuer: ein Restaurantessen im Mittelsegment kostet 20 Euro (ca. 85 AED), ein Cappuccino 4 Euro (ca. 17 AED). Eine realistische Tagesausgabe liegt bei 100–200 Euro (ca. 430–850 AED) pro Person inklusive Unterkunft, Essen, Transport und Aktivitäten.

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