Südeuropas beste Strände: flach & klar
Südeuropas Strände mit flachem Wasser, kristallklaren Buchten und guter Infrastruktur: 9 Empfehlungen von Griechenland bis Kroatien.
Redaktion TravelFeelings

Südeuropas Küsten locken mit kristallklarem Wasser und vielfältigen Strandtypen. Für Erstmals-Strandreisende und Ruhesuchende gelten jedoch andere Kriterien als für erfahrene Reisende: flaches Wasser zum sicheren Einstieg, etablierte Infrastruktur (Rettungsschwimmer, Strandausrüstung) und weniger Lärm von Partyszenen. Die beste Reisezeit erstreckt sich von Mai bis September, mit Spitzenwerte in Juni, Juli und August.
1. Elafonissi Beach, Kreta, Griechenland
Der Strand ist 300 Meter lang, 50 Meter breit und fällt flach ins Wasser ab. Der Sand schimmert rosa-weiß durch Korallenbruchstücke. Die Wassertemperatur liegt im Juni bei 20–21 Grad Celsius, im August bei 24–25 Grad Celsius. Etwa 500 bis 800 Meter vom Strand entfernt liegt eine vorgelagerte Insel, die bei Ebbe zu Fuß erreichbar ist. Infrastruktur: Rettungsschwimmer von Mai bis September, Strandbar, Toiletten, kostenpflichtige Parkplätze (5 Euro). Zu beachten ist, dass der Strand in den Sommermonaten mit bis zu 1.000 Besuchern täglich gut gefüllt ist. Beste Reisezeit: Juni und September für Ruhe; August für Wasser-Temperatur. Anreise: Flug nach Heraklion (Kreta), Mietwagen für 45 Kilometer zur Strandeinfahrt.
2. Paleokastritsa Beach, Korfu, Griechenland
Paleokastritsa besteht aus mehreren verbundenen Buchten (insgesamt etwa 600 Meter Küstenlinie) mit Kiesel- und Sandmischung. Das Wasser ist türkis und fällt graduell ab, ideal für ungeübte Schwimmer. Wassertiefen von 5 bis 8 Metern sind in 30 bis 50 Metern Entfernung vom Ufer zu erwarten. Infrastruktur: zwei Rettungsschwimmer-Posten, mehrere Tavernas, Wassersport-Ausleihe (Kajaks, Schnorchel), Parkplätze (kostenpflichtig, 2–3 Euro). Zu beachten ist, dass Paleokastritsa zwischen Juli und August sehr voll wird. Das Auswärtige Amt warnt nicht vor Korfu; die Sicherheitslage ist stabil. Beste Reisezeit: Mai, Juni, September. Anreise: Flug nach Korfu-Stadt, Bus oder Mietwagen 25 Kilometer südlich.
3. Playa de la Concha, San Sebastián, Spanien
Ein klassischer Stadtstrand in Muschelform, 1,5 Kilometer lang, mit feinem Sand und flachem Einstieg. Die Wassertemperatur erreicht im Juli/August 19–21 Grad Celsius. Infrastruktur: mehrere Rettungsschwimmer-Posten, öffentliche Duschen, Restaurants an der Promenade, kostenlose Parkplätze in Nebenstraßen oder kostenpflichtige Garagen (1,50 Euro pro Stunde). Der Strand ist auch in der Hochsaison (August) überlaufen, aber mit Platz für mehrere tausend Menschen. Unterschied zu deutschen Nord- und Ostsee-Stränden: Das Wasser ist deutlich wärmer und klarer. Beste Reisezeit: Juni und September. Anreise: Flug nach Bilbao oder San Sebastián (Donostia), Stadtbus bis zur Strandpromenade.
4. Cala Macarelleta, Menorca, Spanien
Ein 200 Meter breiter, von Pinien umgebener Strand mit feinstem weißen Sand. Die Bucht ist U-förmig und schützt vor Wind. Das Wasser ist türkis und kristallklar bis 3–5 Meter Tiefe. Der Strand ist autofrei; Anreise zu Fuß vom Parkplatz (etwa 15 Minuten) oder mit Booten vom Hafen Ferreries. Infrastruktur: keine offiziellen Rettungsschwimmer, dafür Strandbude in der Hochsaison. Wassertiefen: 1 bis 2 Meter für die ersten 20 Meter, dann graduell tiefer. Zu beachten ist, dass Cala Macarelleta nur über Wanderweg erreichbar ist und in der Hochsaison (August) mit 500 bis 800 Besuchern täglich zu rechnen ist. Beste Reisezeit: Juni und September (weniger Besucher, angenehmes Klima). Anreise: Flug nach Menorca, Mietwagen (oder Fähre von Mallorca 40 Kilometer entfernt).
5. Es Trenc, Mallorca, Spanien
Es Trenc ist ein 3 Kilometer langer Sandstrand ohne Hotels oder Betonbau direkt dahinter – eine Ausnahme auf Mallorca. Der Sand ist fein und hell, das Wasser türkis. Die Bucht ist flach bis etwa 200 Meter vom Ufer. Infrastruktur: minimal; zwei bis drei Strandausrüstungs-Vermieter (Liegen, Schirme, 10–15 Euro pro Tag), Straßenstände mit Getränken und Empanadas, mobile Toiletten. Parkplatz 500 Meter entfernt (kostenpflichtig, 3 Euro). Zu beachten ist, dass Es Trenc vor Überentwicklung geschützt ist, aber in Hochsaison-Wochenenden mit 2.000 bis 3.000 Besuchern täglich zu rechnen ist. Wassertiefen: 1 bis 2 Meter bis 50 Meter vom Ufer. Beste Reisezeit: Mai, Juni, September, Oktober. Anreise: Flug nach Mallorca, Mietwagen zum südöstlichen Ende (etwa 60 Kilometer von Palma).
6. Praia de Benagil, Algarve, Portugal
Benagil ist bekannt für seine Höhle (Grotte), die bei Ebbe begehbar ist. Der Strand selbst ist 150 Meter breit, mit goldbeigem Sand und Kieselsteinen gemischt. Das Wasser ist 18–20 Grad Celsius im Juni, 21–22 im August. Infrastruktur: Rettungsschwimmer Mai bis September, mehrere Restaurants auf den Klippen, Toiletten, Parkplatz auf der Straße (kostenpflichtig, 2 Euro). Bootsvermietung für Höhlen-Tours vom Strand direkt (30–45 Euro pro Person, 1–2 Stunden). Zu beachten ist, dass die Höhle nur bei Ebbe zugänglich ist; Gezeiten-Tabellen online abrufen. Der Strand wird in Hochsaison von Touristen und Bootsverkehr frequentiert. Wassertiefen: Anfangs flach, dann schnell tiefer (>2 Meter nach 30–40 Metern). Beste Reisezeit: Juni und September. Anreise: Flug nach Faro, Mietwagen 60 Kilometer westlich.
7. Praia da Falésia, Algarve, Portugal
Ein 6 Kilometer langer Strand mit dramatischen roten und orange-braunen Sandstein-Klippen. Der Strand ist breit (50–100 Meter), mit feinem golden-braunem Sand. Die Klippen sind bis 30 Meter hoch und erodieren stetig — kein Unterschlupf unter den Klippen suchen. Infrastruktur: Rettungsschwimmer, Strandausrüstungs-Vermieter, Restaurants mit Terrasse auf der Kliffenkante, Toiletten, ausreichend Parkplätze (teilweise kostenpflichtig, 2 Euro). Das Wasser ist 19–21 Grad Celsius im Sommer. Wassertiefen: gleichmäßig flach für die ersten 100 Meter. Ein großer Vorteil: Die Länge des Strands bedeutet, dass man auch in Hochsaison ruhige Ecken findet. Beste Reisezeit: Juni bis September. Anreise: Flug nach Faro, Mietwagen.
8. Cala Goloritzé, Sardinien, Italien
Die Bucht ist klein (etwa 50 Meter breit) und von 100 Meter hohen Kalksteinklippen umgeben. Das Wasser ist klares Smaragdgrün bis 5–8 Meter Tiefe, dann tiefblau. Der Strand besteht aus Steinen und feinem weißen Sand. Die Bucht ist nur per Wanderweg (45 Minuten von Baunei, 4 Kilometer) oder per Boot erreichbar. Infrastruktur: keine; die Bucht bleibt unverbaut. Ein Hilfsdienst (Sitzwache) ist an den Wochenenden im Sommer vor Ort. Zu beachten ist, dass Cala Goloritzé ein Schutzgebiet ist — Feuer, Zeltcamp und laute Musik sind nicht gestattet. Das Schwimmen ist sicher, aber die Tiefe nimmt nach etwa 20 Metern rasch zu (flacher Einstiegsbereich klein). Die Wanderung ist nicht schwierig, aber bei Hitze anstrengend. Beste Reisezeit: Juni, September (weniger Menschenmassen). Anreise: Flug nach Olbia, Mietwagen 150 Kilometer südlich, dann Wanderung oder Bootstour.
9. Banje Beach, Dubrovnik, Kroatien
Banje liegt unmittelbar östlich der Dubrovnik-Altstadt und ist der größte und beliebteste Strand der Stadt. Der Strand ist etwa 200 Meter lang, mit Kiesel- und Sandmischung. Das Wasser ist klar und türkis, fällt allmählich ab; Wassertiefen von 2 Metern sind nach 20–30 Metern zu erwarten. Infrastruktur: Rettungsschwimmer, mehrere Restaurants und Cafés, Umkleidekabinen, Duschen, Liegen-Vermietung (10 Euro pro Tag). Die Nähe zur Altstadt ist zugleich Vorteil (Geschichte, Restaurants) und Nachteil (voll in Hochsaison, besonders August mit bis zu 3.000 Besuchern täglich). Zu beachten ist, dass Banje für eine Kulturreise ideal ist, aber als reiner Ruhe-Strand nicht empfohlen wird. Das Auswärtiges Amt gibt keine Warnung für Kroatien aus. Beste Reisezeit: Juni, Juli, September. Anreise: Flug nach Dubrovnik, Busfahrt oder kurzer Fußweg von der Altstadt.
Die Wahl des Strands sollte sich nach persönlichen Prioritäten richten. Wer maximale Infrastruktur und Sicherheit bevorzugt, wählt Elafonissi, Paleokastritsa oder Playa de la Concha. Wer im Sommer trotzdem Ruhe sucht, plant frühe Tageszeiten (6–9 Uhr) oder wählt Juni und September statt Juli/August. Ein Besuch in Portugal ermöglicht Kombination von Benagil (Naturschauspiel) mit Falésia (Länge und Ruhe). Und wer in Italien Unabhängigkeit sucht, kombiniert mehrere Strände entlang der sardischen Küste — Cala Goloritzé ist das Juwel, aber nicht der einzige Strand in der Region.



